Beitrag von Alex Rother 

Die Reise nach Tansania zum Ort Ilula war eine spannende, bewegende und bereichernde Erfahrung. Es ist gar nicht so einfach einen kurzen Bericht zu verfassen, wenn man so viele Eindrücke gesammelt hat.

Schon die Fahrt von Daressalam nach Ilula, eine ca. 12stündige Busfahrt über afrikanische Straßen quer durch Tansania, zeigt die unglaubliche Vielfalt in diesem Land: moderne Bauten und Aufbruch neben vielen fürchterlich armseligen oder zerfallenen Hütten, die die weitverbreitete Armut zeigen.

Bei der Ankunft in Ilula spürte ich die Herzlichkeit und Offenheit der Menschen vor Ort, die uns willkommen hießen und dafür sorgten, dass wir uns von Anfang an sehr wohl fühlten. In Ilula hatten wir die Unterkunft direkt am Waisenhaus und hatten zudem ausführlich Gelegenheit, die Schulen zu besuchen, die durch das Engagement von IOP Germany unterstützt werden.

Wir besichtigten die Vorschule/Kindergarten in der Stadt, das Schulzentrum mit der Vorschule, der primary school und der secondary school und auch das neue Berufskolleg. Mit der secondary school, der „Lord´s Hill Secondary School“, wollen wir eine Partnerschaft aufbauen – dazu wurden auch interessante Gespräche geführt und konkrete Umsetzungen diskutiert.


Die Einrichtungen sind ein wichtiger Unterstützungsort und Bildungsort für viele Kinder und Jugendliche in der Region. Die Arbeit, die hier geleistet wird, ist beeindruckend und zeigt, wie viel mit großem Engagement erreicht werden kann. Besonders eindrücklich war es, die Kinder und Jugendlichen kennenzulernen, die in den geförderten Einrichtungen betreut werden. Sie sind voller Lebensfreude und freuen sich so über ihre Möglichkeit, zu lernen und ihre Zukunft zu gestalten.

Als Kontrast zu den Schulen, die durch IOP gefördert werden, besuchten wir auch eine öffentliche Schule, deren Ausstattung, Klassengrößen (über 100 Kinder in einem Raum), Gebäude usw. eine viel schlechtere Qualität aufweisen. Hier wurde auch wieder die große Armut deutlich, die in Ilula herrscht.

Viele Menschen leben hier in einfachen Hütten ohne Strom oder fließendes Wasser. Die meisten Familien haben nur sehr begrenzte Mittel, um ihren Alltag zu bestreiten, und kämpfen jeden Tag darum, die Grundbedürfnisse zu decken. Inmitten dieser Herausforderungen leisten die durch IOP geförderten Einrichtungen einen unverzichtbaren Beitrag zur Verbesserung der Lebensumstände und zur Schaffung von Bildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten für die Gemeinschaft.

Die Reise nach Ilula hat mich sehr bewegt und mir vor Augen geführt, wie wichtig Solidarität und Unterstützung in Regionen wie dieser sind. Besonders schön war es zu sehen, wie Irma und Jos mit ihrer zupackenden, offenen und herzlichen Art mit den Menschen in Tansania verbunden sind, wie sie mit ihrem enormen und kontinuierlichen Engagement, mit ihrer tatkräftigen Unterstützung die Herzen der Menschen erreichen.

Und beide waren eine wunderbare Reiseleitung – dafür meinen ganz herzlichen Dank!
Alex Rother