Beitrag von Claudia und Christoph Riedl

Obwohl wir schon seit fast 6 Wochen wieder zuhause sind und alles mit ein wenig Abstand sehen können, stelle ich fest, dass die Eindrücke dieser Reise immer noch nachwirken. Zum Glück 🙂
Da wir nicht wussten, was uns auf dieser Reise erwarten würde, war unsere Neugierde aber natürlich auch eine gewisse Anspannung nur verständlich. Nach einer langen, anstrengenden Anreise bot sich uns ein tolles Bild. Alle Kinder des Waisenhauses, die Mitarbeiter, Angestellten und Organisatoren begrüßten uns vor dem IOP Gebäude mit ihrer kultureigenen Musik und ihrem Gesang. Durch diesen underschönen Empfang und dem anschließenden gemeinsamen Essen tauchte man sehr schnell in die afrikanische Kultur ein. Dieser fröhliche gemeinsame Gesang hat uns übrigens fast jeden Tag begleitet.
Die nächsten Tage waren mit einem sehr schön zusammengestellten Programm ausgefüllt. Es wurde uns die Organisation IOP mit ihren vielen Projekten vorgestellt. Wir haben zum Beispiel verschiedene Schulen und auch Senioren und Familien zuhause besuchen dürfen. Wir haben Einblicke in das Mamahouse, in die Schreinerei, in die Näherei, in die Arbeit von Farm for the future, in ein Krankenhaus und vieles mehr bekommen. Es war beeindruckend und hat uns sehr häufig sprachlos gemacht. Auch wenn es zwischenzeitlich mal kein Wasser oder Strom gab, haben mein Mann und ich jeden Tag, jede Stunde, jede Minute genossen.
Zum Glück gab es auch noch genügend Zeit für eigene Initiativen. So haben wir z.B. noch ein Fußballspiel mit den Ilula Tigers organisiert und eine schöne Wanderung nach Shamba la Kuku gemacht, natürlich inkl. Gesang, Tanz und leckerem Essen. Das Fußballspiel endete übrigens 1 zu 1 und war für alle beteiligten Nationen (Niederländer, Tansanier, Norweger, Deutsche) ein tolles Erlebnis.
Auch eine Fahrt mit dem 'Taxi' in den nächsten Ort war noch drin oder eine Fahrt nach Iringa auf den Massaimarkt, wo wir uns die typischen, farbenfrohen, afrikanischen Stoffe kauften. Einen herzlichen Dank an alle, die diese Reise unterstützt und ermöglicht haben. Asante Sana!
Mich hat diese Reise sehr dankbar und nachdenklich gemacht, gegenüber dem, was wir hier zuhause häufig als selbstverständlich hinnehmen.
Viele Grüße, Claudia und Christoph
